2. Ausbaustufe BARshare

Am 11. Februar 2020 hat das Mobilitätsangebot BARshare der Kreiswerke Barnim weitere Fördermittel erhalten, mit denen der bisherige Fuhrpark an E-Autos und Lastenrädern sowie die Ladeinfrastruktur nun weiter ausgebaut werden können. Mithilfe des Förderprogramms „Saubere Luft 2017-2020“ des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), das dem Mobilitätsprojekt der Kreiswerke 214.000 EUR zur Verfügung gestellt hat, können nun 23 weitere Fahrzeuge mit E-Antrieb und die dazu benötigten Ladestationen im Landkreis Barnim installiert werden. Der BARshare-Fuhrpark kann somit in 2020 verdoppelt werden.

Für die Anschaffung vorgesehen sind 15 weitere Renault Zoes (5-Sitzer), fünf Nissan E-NVs 200 (7-Sitzer) sowie mit drei Skodas Citigo eiV (4-Sitzer) ein neues Automodell, das den bisherigen Fuhrpark auch in seinen Auswahlmöglichkeiten erweitert. Das bislang verwendete Modell Renault Zoe soll um eine aktuelle Version ergänzt werden, die durch eine verbesserte Reichweite besticht (395 statt vormals 330 km) und deren vollständige Ladung künftig innerhalb kurzer Dauer (30 Minuten) an Schnellladesäulen möglich ist. Somit können künftig längere Strecken auch außerhalb des Landkreises zurückgelegt werden.

Mit der Förderrichtlinie Elektromobilität vom 5. Dezember 2017 unterstützt das BMVI gezielt Kommunen und Unternehmen, im kommunalen Kontext auf E-Mobilität umzusteigen. Neben BARshare erhielten im diesjährigen Förderdurchlauf 167 weitere Projekte Mittel für den Kauf von insgesamt über 3.800 E-Fahrzeugen (über 3.000 PKW, über 30 Busse und bis zu 400 Nutzfahrzeuge). Neben der Beschaffung von E-Fahrzeugen (insbesondere solche mit hoher Verkehrsleistung) und der entsprechenden Ladeinfrastruktur fördert das BMVI auch Forschungsvorhaben und die Entwicklung neuer Elektromobilitätskonzepte.

Die BARshare-Flotte besteht bislang aus insgesamt 22 E-Autos in vier Orten (Bernau, Biesenthal, Eberswalde, Melchow) und 3 Lastenrädern (Spechthausen, Fahrradparkhaus Bernau), die derzeit von ca. 500 Auto- und 60 Bike-Nutzer*innen im Barnim gebucht werden.

BEBG | April 2020

 

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EU unterstützt Konzept zur Umsetzung eines klimafreundlichen eCarsharing -Angebots im Landkreis Barnim

Die EU fördert mit Mitteln aus dem Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)  die Erarbeitung eines Konzeptes zur Umsetzung eines klimafreundlichen eCarsharing -Angebots im Landkreis Barnim zur Verringerung der CO2-Emissionen. Mit  Bewilligungsbescheid vom 14. März 2018 erhält die Barnimer Energiebeteiligungsgesellschaft mbH Fördermittel in Höhe von  23.750 EUR.

Der Umstieg auf eine nachhaltige Mobilität ist vor dem Hintergrund der aktuellen Klimawandeldebatte ein dringendes gesellschaftliches Anliegen. Der Landkreis Barnim hat mit Beschluss einer Null-Emissions-Strategie 2008 den Grundstein gelegt, um nachhaltige Mobilitätskonzepte in der Region zu etablieren. Die Umrüstung und Beschaffung von Elektrofahrzeugen für kommunale Einrichtungen wurde explizit im Strategiepapier festgehalten.

Ziel soll es sein, die Mobilität im Landkreis durch ein neues Angebot zu verbessern und gleichzeitig Klimaschutz und Ressourceneffizienz zu steigern. Diese Ziele sollen mithilfe eines vorwiegend auf eCarsharing basierenden Angebots für den städtischen wie auch den ländlichen Raum unterstützt werden. Dazu sollen dienstliche Fuhrparke von Verwaltungen und Unternehmen auf E-Fahrzeuge umgestellt und die Fuhrparke zur Nutzung durch Bürger*innen geöffnet werden.

Um diese Schritte als Landkreis bzw. Tochter des Landkreises gehen zu können, ist eine umfassende Betrachtung der betriebswirtschaftlichen und juristischen Aspekte in Form einer Machbarkeitsstudie und Wirtschaftlichkeitsanalyse zur Vorbereitung der Beschlussfassung über die Realisierung eines Carsharing-Konzepts („Konzept Barshare“) notwendig.

Die Machbarkeitsstudie dient zur Überprüfung der Umsetzbarkeit der jeweiligen Projektidee, identifiziert und analysiert Risiken sowie Hemmnisse und schätzt Erfolgsaussichten ab. Zudem können optional auch Handlungsalternativen aufgezeigt werden. Damit wird gewährleistet, dass das Projekt, wenn es in Angriff genommen wird, auch hinreichende Erfolgsaussichten hat. Vor dem Hintergrund des innovativen Charakters dieses Vorhabens schafft die Machbarkeitsstudie die notwendige Sicherheit bei der Verausgabung öffentlicher Mittel hierfür.

Sofern die Machbarkeitsstudie zu einem positiven Ergebnis kommt, schließt sich die Durchführung einer Wirtschaftlichkeitsanalyse an. In diesem Rahmen werden für abzustimmende Handlungsalternativen Wirtschaftlichkeitsberechnungen durchgeführt und verglichen. Die Wirtschaftlichkeitsanalyse verwirklicht den Grundsatz der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit kommunalen Handelns und dient dazu, von den möglichen Handlungsalternativen zur Umsetzung des Projekts die Vorteilhafteste zu identifizieren.

Mithilfe eines umfassenden Konzeptes sollen Entscheidungsträger im Landkreis überzeugt werden, diesen Weg eines landkreisweit einheitlichen eCarsharings zu gehen.

Das eCarsharing-Konzept wird seit Juni 2019 unter dem Namen BARshare umgesetzt: www.barshare.de

 

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